Glas und Metall Weissofner stößt die Tür zum Weltmarkt auf
Wirtschaftsblatt 05. Oktober 2005
Schwarzach im Pongau. Der Salzburger Glas- und Metallverarbeiter Weissofner hat Dorma, den grössten Türschlosserzeuger weltweit, als Vertriebspartner für seine beschlägefreien Glastüren gewonnen. "Die Kooperation bedeutet für uns den Aufstieg in die Champions League der Glasbranche", meint Firmenchef Claus Weissofner. Der Deal mit dem deutschen Türsysteme-Riesen wird kommende Woche unterzeichnet.
Dorma wird die von Weissofner patentierte Glastüre ohne Metallbeschlag ausserhalb Österreichs weltweit in Lizenz vertreiben. Den Heimmarkt hat sich Weissofner selbst behalten. "Die neuartige Pendeltüre soll uns den Markt für Ganzglasanlagen öffnen. Als nächstes wollen wir Glaswände ohne Fremdbeschläge präsentieren. Kein Architekt soll an unseren Entwicklungen vorbeikommen, wir wollen als Innenausstatter von Büros und Schauräumen ganz massiv wachsen", sagt Weissofner.
Der 33-jährige Glasermeister, der das 65 Mitarbeiter zählende Familienunternehmen Glas+Metall Weissofner in Schwarzach im Pongau seit zwei Jahren führt, zählt Mercedes Benz Österreich, die Spedition Lagermax und Banken in ganz Österreich zu seinen Kunden.
>> Dreikampf um Lizenz <<
Um die Glastür-Lizenz haben laut Weissofner drei internationale Player gerittert. Dorma erstattet ihm die kompletten Entwicklungs- und Marketingkosten für die Türe. Der im Ruhrgebiet beheimatete und in 44 Ländern vertretene Weltmarktführer bei Türschlössern, Raumtrenn- und automatischen Türsystemen (Jahresumsatz: 700 Millionen Euro) beteiligt Weissofner zudem am Türenumsatz.
Die Weissofner GesmbH & Co KG will heuer um 15 Prozent, mittelfristig aber ums Doppelte wachsen.
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